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Und so ist es

Ich sitz' einfach nur da. Alles fühlt sich nicht echt an, ich werde leerer und leerer in mir drin. Verzweifelt hab' ich noch versucht die Lücken zu füllen, aber nicht mal mit Deinen Worten werden sie wieder ganz. All' die Worte, die ich von Dir erhoffte und jetzt bekomme... sie ändern mich nicht. Es regnet schon seit Wochen in meinem Herzen und die Wolken ziehen sich zu. Sogar der Sturm ist gestorben. Er ist langsam erstickt in der Ödnis in mir drin. Nichts bewegt sich mehr und ich weiß nicht, wie ich es ändern kann; ob ich es ändern sollte. Wenn es doch nicht mal Deine Worte schaffen wie soll ich es dann allein machen? Deine Worte... Deine stummen Worte. Sie stopfen keine Löcher, sie würden kein Ende finden. Es ist vorbei. Die Kraft ist aufgebraucht. Ich kann nicht mehr; ich fang' von vorne an.
1.3.07 17:07


Um Dich und mich

Wir reden doch nicht von Gerechtigkeit. Von Verdienen oder nicht-Verdienen. Wir reden auch nicht von gestern, heute oder morgen. Noch nicht mal von Stunden. Stimmen, Stimmen, Stimmen, man lese es mit Aggression. Mit Wut. ZORN! Und schnell, lies es schnell. Denn wenn Du nicht schnell genug bist, verlierst Du vielleicht. Ich brauch' soviel mehr als ich eigentlich verdiene. Aber wir reden nicht von Gerechtigkeit. Nicht von Verdienen oder nicht-Verdienen. Kein gestern, heute oder morgen. Auch die Stunden bleiben unerwähnt. Wir reden von anderen Dingen. Aber denk doch nach, mein Schatz, denk doch nach! In einer Woche können wir von letztem Jahr sprechen. Was man im letzten Jahr zerstört hat... baut man im neuen wieder mit guten Vorsätzen auf. Ich muss mich nur noch daran gewöhnen, dass es anders ist. Ich hab' noch keine Übung darin, um Verzeihung zu bitten. Nein, schau' nicht so! Ich lerne, um Gottes Willen, ich lerne doch! Das ist die gute Eigenschaft der Menschen. Aus Fehlern lernen. Nenn' mich dumm und kindisch, aber nicht stur. Es gibt Grenzen und ich muss erst lernen, welche das sind. Ich kenne es nicht, dass mir jemand sagt "Das war dumm!". Das ist neu. Ich wurde nur in den Arm genommen und gestreichelt. Es ist neu, wenn Du mir mit Prügel drohst. Aber ich gewöhne mich schon noch daran. Einfach... ja, einfach, weil es mir die Zeit wert ist, es zu versuchen. Und ich hoffe, sie ist es Dir auch. Ein letzter Kampf und wir können sagen, wir haben es versucht. Und vielleicht können wir sagen, wir haben gewonnen. Aber um des Stolzes Willen... kämpf'! Und denk' daran: In einer Woche, sieben Tagen, nicht gestern, morgen oder heute, nicht in ein paar Stunden können wir sagen, dass es letztes Jahr passiert ist. Und dann geht es nicht mehr um Gerechtigkeit oder um Verdienen und nicht-Verdienen. Dann geht es um uns. Um Dich und mich.

5.3.07 21:19


Ich bleib' für immer

Mit jedem neuen Tag lass' ich die Vergangenheit zurück
und seh' die Neuanfänge.
Wäre da nicht dieses wilde
Tier in uns, wir würden
niemals so weit kommen, aus Vergangenem zu wachsen.
Es
passiert nicht auf einmal. Du
wirst ganz allmählich Du selbst und das braucht Zeit.
Wieviele Tage noch kommen, ich weiß
es nicht.
Es
kann
auch
sein,
dass wir niemals wachsen.

Aber dann haben wir auch nichts geschaffen.

Und ein Leben
ohne
Spuren ist kein gelebtes Leben

6.3.07 19:43


Du hast mich allein gelassen.

Als Du vor einem Jahr gestorben bist, weiß ich nicht, was Du in mir zerrissen hast. Ob es mein Herz war oder meine ganze Seele. Du gingst einfach und nichts war mehr wie vorher. Was es je wieder werden könnte, wenn Du wieder da sein könntest. Aber wir beide wissen, dass es niemals so sein wird. Wir beide wissen, wie sehr wir uns brauchen. Aber genauso gut wissen wir, dass Du weg bist. Vielleicht bin auch ich diejenige, die weg ist. Wie dem auch sei... Du nahmst nicht nur mein Herz, Du nahmst mir auch mein Leben. In diesen Tagen hab ich meine ganze Liebe, meine ganze Freude eingesperrt. Hab sie in mich hineingepresst wie sich das Kind im dunklen Schrank zusammen kauert. Und da ist noch Dein Blick, direkt vor mir. Und ich weiß bis heute nicht, wieso er nicht verschwindet. Schau' mich nicht an. Ich war doch noch nie ein jemand in Deinen Augen, ich war immer nur nichts wert. Ich war doch nur eine Taube, die Dir dumm nachrannte.
15.3.07 16:21


Gedankenrevolte

Wenn es Geister sind in Deinem Kopf, dann spinnen sie so umher wie ein Nachtfalter an eine Laterne flattert. Hilflos schlagen sie gegen Deine tauben, abgestumpften Synapsen. Schmettern sich gegen diesen Brei, den Du Dein Gehirn schimpfst. Sie können auch tanzen, meine Liebste, sie tanzen umher, waten durch den Matsch und kitzeln immer wieder die feuchte Wand. Ungehört bleiben sie und werden es bleiben. Oh Hure, wieso können sie nicht frei sein, wenigstens doch erhört. Wenn schon gehasst, dann wenigstens registriert. Still doch! Da rauschen sie heran, zart wie eine Feuersbrunst necken sie Deine Nervenenden. Diese Enden, so tot. In sich rottend und verfaulend. Niemals befähigt dies' Ding zu fühlen, kein Gruß entbiet' man diesen zarten kleinen, verfaulten Enden. ''Sie sinkt - oh wahrlich - er erstach sein Weib''. Nicht in tausend Jahren willst Du geboten sein, zu leben. Straf' dieses Monsters Lügen, bevor sie Dich vergiften. Ich nannt es, erinnerst Du? Nein, denn es fault noch immer, Deine faulen, toten Synapsen. Rotten dahin in den hohlen Augenhöhlen zucken sie daher und werden nicht erhört.
19.3.07 18:47


Herbstwinde

Ach lass uns so tun, als ob wir was wären. Unbesiegbar in dem Kampf, der sich Nähe nennt. Tun wir so, als wären wir unsterblich in einer Welt, in der ich jeden Tag sterben muss. Ach tun wir so, als ob alles für die Ewigkeit gemacht sei, tun wir so und lügen uns dabei etwas vor. Ich hab' kein Problem damit, Dir ins Gesicht zu lügen, aber sei gewarnt, Garantien übernehme ich nicht. Was soll ich sagen? Nichts... geh' lieber und lass mich stehen. Der Regen stört mich nicht. Bin hier noch ein wenig rumgehangen und hab' auf Dich gewartet... die Welt ist schon nach Hause gegangen. Aber außer Regen ist da nichts, was mich berührt. Der Wind streicht mir das Gesicht, einen flüchtigen Moment dachte ich an Deine Hand. Aber nein, der Wind war so viel zärtlicher. Der kalte Herbstwind mit seinen eiskalten Kaskaden aus spitzen Wassertropfen, der im scharfen Galopp gegen mein Gesicht sprang... er war soviel zärtlicher als Du. Mit soviel mehr Liebe. Er schlug mir mit Kälte ins Gesicht, aber er war soviel zärtlicher als Du....
23.3.07 22:41


selffullfilling prophecies

Ich weiß nicht, wie lange Du noch alles und jeden bestrafen willst. Hass und Wut und Zorn vergehen irgendwann wieder. Und egal wie lange es dauert, ob Tage oder Jahre, vielleicht sogar ein ganzes Leben. Am Ende stehst Du alleine vor den Trümmern, die Du verursacht hast.

Anmerkung: Die Autorin spricht von sich selbst in der 2. Person.

24.3.07 16:59


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