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Willkommen im Leben [reloaded] aka Träumen ist etwas für Dummköpfe

 

 

Seien wir vernünftig. Schlagen wir es uns aus dem Kopf. Sinnlos. Keine Chance. Wissen nicht, was wir sagen sollen. Dass ich nun so vor Dir stehe und es mich verletzt, ich dachte, das passiert mir nicht mehr. Irgendwie war ich der Meinung, damit endlich Schluss gemacht zu haben. Aber man wird ständig eines besseren belehrt. Tja. So endet es also. Gefallen hat es mir trotzdem. Ob Du es gut fandest... weiß ich nicht. Interessiert mich auch nicht. Meinetwegen verabscheust Du alles. Das ist mir gleich. Ich sage nicht, dass es eine schöne Erinnerung ist. Ich sage, es war Zweckerfüllung. Die Welt braucht keine Gefühlsduseleien mehr. Dafür sind wir mittlerweile zu alt. Träume gibt's nicht mehr und schon gar nicht für Dich oder gar mich. Schwachsinn. Idiotischer Schwachsinn. Und euer Mitleid brauch' ich auch nicht, ich kann gut ohne leben. Es ist doch nichts neues, dass ich der Verlierer bin. Hey Baby, I'm a loser.. you know? Es ist nicht traurig, ich lebe gut damit und komm klar. Wenn schon nichts beständig ist, dann die Gewissheit, verloren zu haben. Es gibt mir Sicherheit, Baby. Soviel Sicherheit, wie sie mir niemand geben kann. Denn was heißt vertrauen? Früher oder später täuscht man sich sowieso in dem Menschen. Was sagt es schon, wenn Du mich anlächelst. Damit kann alles anfangen oder enden. Und wenn wir versuchen, nicht zu lügen, wissen wir beide, dass es endet. Einfach aufhört. Wahrscheinlich nicht mal Spuren sind übrig. Vielleicht bleib ich stehen, schau' auf den leeren Platz und schwelge in Erinnerung. Und ja, vielleicht spüre ich etwas. Aber nur vielleicht... und ich glaube eher nicht. Manchmal nimmt man, wo man lieber gibt, manchmal hasst man das, was man doch liebt. Wie verträumt... Nein! Wir sind zu alt. Und es endet. Hat aufgehört. Ich kann keine Spuren sehen. Ich rieche nicht mal mehr Deinen Geruch oder spüre Deine Hand auf meinem Gesicht. Hey, wir sind zu alt. Das Träumen ist vorbei. Willkommen im Leben. Da, wo alles endet.

11.2.07 00:59


Für alle Arschlöcher da draussen und ganz besonders an DICH.

Came a time
When every star falls brought you to tears again
We are the very hurt you sold
And what's the worst you take (worst you take)
from every heart you break (heart you break)
And like the blade you stain (blade you stain)
Well I've been holding on tonight

[Thanks to My Chemical Romance - Helena]

11.2.07 01:17


Wir haben doch keine Zeit

 

 

Weißt Du, ich sitze hier und überlege, ob die Zeit richtig ist. Nicht, dass ich es nicht will, aber... es ist doch nichts für ewig. Wieso also sollte ich Kraft investieren, die ich nicht besitze, um einem Phantom nachzurennen, das gebaut ist auf zeitlicher Beschränktheit. Denn Zeit.. Zeit ist alles. Und Zeit habe ich nicht. Wenn Uhren ticken und der Sand immer weiter nach unten fällt, schnürt sich mein Hals immer mehr zu und ich denke mir, dass doch alles sinnlos sei. Aber dann sehe ich.. Dich. Ja, ich kann Dich sehen. Hier und jetzt. Ich solle meine Jacke zumachen, sagst Du mir. Und dann lächelst Du mich an wie Du es schon immer gemacht hast. Ich konzentriere mich auf den Reißverschluss, schließe ihn bedächtig. Aber als ich nach oben schaue, hast Du die Tür schon zugemacht. Ich kann nur noch die Klingel sehen.

Wie immer also. Hat sich nicht viel getan in der Zeit. Und schon wieder ist es da, das Wort "Zeit". Man kommt nicht davon los.

...

Egal. Ich... ich werde nicht mehr an Uhren denken, an Ziffernblätter. Denn irgendwie bist da jetzt Du und ich weiß, dass Du es nicht magst, wenn ich mit offener Jacke durch den Schnee laufe. Also heb' ich den Kopf und tanze warm angezogen durch meine eigene, dumpfe Welt. Es ändert nichts an dieser einen Tatsache, aber es macht sie erträglich.

11.2.07 01:19


Ein Abscgied - La première Acte

Bevor meine Geschichte endet... bevor ich als Legende untergehen will. Bevor all' das geschieht. Bevor all' das sein wird, davor musst Du erst die Kraft aufbringen, mich zu zerstören.

Komm' mir nicht zu nahe! Komm' mir nicht zu nahe! Sonst kann's geschehen, dass wir beide lichterloh in Flammen stehen.

Ich will brennen! Ich will brennen! Auch wenn nur kalte Asche übrig ist und Du morgen meinen Namen schon vergisst.

Das Herz auf 200km/h Speed. Adrenalin schießt in den Kopf, kann nichts mehr sehen. Blut wird zu einem Vulkan aus Hass. Ich kann nichts mehr sehen, ich renne, ich renne. Weiß nicht, ob ich es schaffe.

Die Hand der Geschichte schreibt weiter an meinem Epos. Du kannst sie nicht stoppen. Geh mir aus dem Weg! Du kannst mich nicht aufhalten, auch, wenn Du es mit Gewalt versuchst. Meinen Gang kann niemand stoppen. Halt' die Welt an, steig' lieber aus, bevor Du versuchst, meine Schriften zu zerreißen.

Ich sah Dich und es formten sich Gedanken, kristallisierten sich Taten heraus. Die Welt wird auf diese warten.

 

Und wenn sie kommen, explodiert ein Feuerwerk. An Schönheit und Hitze nicht zu übertreffen. Und wenn es erloschen ist, wird nichts mehr von Dir übrig sein.

11.2.07 01:29


Ein Abschied - La deuxième Acte

 

 

Und ich trug Dich zu Grabe, ohne, dass mein Pullover nass wurde. Was ist denn das Schlimmste, was ich sagen kann? Vielleicht werden die Dinge einfacher, wenn ich bleibe. Aber reden wir uns nichts ein. Es ist, als würde ich meinem Herzen sagen, es müsse keine Angst mehr vor der Liebe haben. Ich kann nicht bleiben. Und wenn die Sterne fallen, wirst Du wieder weinen können. Wir sind diejenigen, die Du verkauft hast. Und jede Klinge, die Du mit Blut befleckt hast, ist fein säuberlich hier bei mir im Schrank. Ich zähle sie jeden Tag. Es sollte keine verloren gehen. Denn all' diese blutigen Messer werde ich Dir zurückgeben. Sobald ich die Kraft gefunden habe.

Der Tag ist trüb. Genau richtig für den gegebenen Anlass. Ich muss nicht weinen. Dein Grab ist sehr hübsch. Ich habe es selbst geschmückt. Nur für Dich. 20 weiße Lilien. Ich fand es passend. Die Erde ist feucht und riecht gut. Du fühlst Dich sicher wohl in Deinem neuen Zuhause. Denk' daran, dass ich es selber geschmückt habe. Du wolltest es ja nicht anders. Und Lilien sind sehr schöne Blumen. Ich gebe Dir noch ein paar Blumen mit ins Grab. In der Dunkelheit werden sie Dir die Luft zum Atmen nehmen. Dann gehen wir beide sicher, dass Du friedlich schlafen kannst.

Mein Gesicht ist trocken. Nicht mal der Nebel kann es anfeuchten. Ich versuche, traurig auszusehen. Aus Höflichkeit, wenn schon nicht aus Ehrlichkeit. Es klappt nicht. Irgendwie muss ich grinsen. Dein blasses Gesicht sieht nicht schön aus. Es macht Dich alt. Ich weiß nicht, warst Du schon immer so hässlich? Ich kann mich nicht erinnern. Hab' es auch nicht vor. Egal.

Kannst Du hören, wie die nasse Erde auf Dein Bett fällt...? Kannst Du hören, wie ich meine Rechnung mit Dir begleiche...?

11.2.07 01:30


Ein Abschied - La troisième Acte

 

 

Hast Du nicht das letzte Mal noch gesagt, dass Du niemanden brauchst? Dass Du alleine besser überlebst. Dass Du Dich einen Dreck um mich scherst, wie es mir geht, wie ich nun auf Deinen Rücken starre und Dich nicht daran hindern kann, zu gehen.

Egal nun. Ich hab' die Tür hinter Dir zugemacht. Hab' sie sogar abgesperrt. Und vielleicht rücke ich auch noch einen Stuhl davor, damit Du nicht wieder herein kommst. Die Fenster sind verschlossen, versuch' es also gar nicht erst.

Dich stört es nicht. Du setzt Dich einfach vor die geschlossene Tür und beginnst zu reden. Erzählst von Dir. Redest so wie wir beide vor einem Jahr geredet haben. Als wäre nichts gewesen. Als wärst nicht Du derjenige gewesen, der mich so hart hat fallen lassen.

Aber ich glaube Dir nicht. Das hab' ich schon viel zu oft. Bei jedem kleinen Wink bin ich gerannt, hab' gebettelt, hab' mich vor Dir in den Dreck gekniet... und Du hast es Dir angesehen. Hast mich jedes Mal ein Stück weiter das Gesicht in den Staub drücken lassen. Und wir beide wussten, dass Du wusstest, dass Du alles nur tust, damit Du siehst, wie sehr ich an Dir hing. Aber die Zeiten vergingen auch. Das Einzige, was ich heute noch aus Reflex mache, wenn ich Dich höre, ist mich nach Dir umzusehen. Ich krieche nicht mehr. Schon lange nicht mehr.

Aber Du redest einfach weiter. Was Du heute so gemacht hast. Wie es Dir geht. Wie ich die neue Rechtschreibreform finde. Du mochtest sie gar nicht. Zuviel Quatsch steht da drin.

Auf meinem Körper steht auch viel Quatsch. Quatsch, den Du mir diktiert hast. Es war ein langes Diktat. Es tat sehr weh. Es sollte ein Beweis sein.

Aber Du redest weiter. Nur von Dir, ich interessiere Dich nicht. Aber es ist nicht viel anders als damals. Da hat Dich auch nicht viel interessiert. Ich kann hören, wie Du die Beine ausstreckst. Wurde Dir wohl unbequem draußen. Ich überlege, ob ich wenigstens den Stuhl wegschieben sollte. Und es reicht ja, wenn die Tür angelehnt ist, abgeschlossen muss ja nicht sein.

Nein.

Das ist vorbei. Du magst mich rufen soviel Du willst, ich bin hart geworden, kalt. Und wenn ich Dich sehe, fühle ich nichts. Und wenn Du redest, fühle ich nichts. Irgendwann kommt die Zeit, da wirst Du es selber merken, aber bis dahin bin ich kalt. Fühle nichts.

Ich stehe lieber auf. Der Weg zum Radio ist ein weiter, wenn Dich eine verlockende Stimme wieder zurück locken will. Dich in eine Trance säuseln will, wie sie es schon vor einem Jahr gemacht hat. Aber ich gehe weiter. Ich schließe meine Jacke. Egal nun. Du bist vorbei. Du bist Vergangenheit. Ich drücke den Knopf ohne auf ein Wort von Dir zu hören.

Und dann...

Krach.

 

[...]

11.2.07 01:31


Ein Abschied - L'Acte finale

Mir wurde beigebracht, das Wichtigste zum Schluss zu nennen.

Du bist mir nicht wichtig.

Du warst einer der vielen Menschen in meinem Leben, die niemals akzeptieren konnten, wie ich bin. Wie ich fühle. Wie es in mir drin ist. Du hast mich Stärke gelehrt, Stolz und Treue. Hast Du das wirklich...? Das Einzige, das Du mir zeigtest, war, wie man hasst. Wie man verbittert auf alles andere hinunter sieht. Wie man es am Besten schafft, keine Gefühle zu zeigen. Gefühle bedeuten Schwäche. Und Schwäche ist krankhaft. Du warst der Mensch, der mir mit Härte beibrachte, Härte an andere weiter zu geben. Du warst der Mensch, der mir zeigte, was es bedeutet, Angst zu haben; Todesangst. Du hast mir gezeigt, wie es ist, wenn einem vor Angst die Beine zittern, die Hände nicht mehr gehorchen und alles außer Kontrolle gerät. Du zeigtest mir, wie man Menschen als Abschaum behandelt. Ich habe es oft genug selbst gespürt. Du bist der Mensch, der mich vor Angst erstarren ließ. Wie ein kleines Reh im Scheinwerferlicht. Wegen Dir, wegen Deiner Art, die Menschen zu behandeln, die ich wirklich liebe, wegen dieser Art hasse ich Dich.

Du hast es nie gewagt, mich auch nur anzurühren... aber Du hast es geschafft, mich halb in den Wahnsinn zu treiben. Hast ja auch früh genug begonnen. Du hast doch keine Ahnung wie es ist, um Anerkennung zu kämpfen, zu betteln, zu winseln. Du weißt es nicht. Aber ich. Und glaub' mir, es ist erniedrigend. Schlimmer als alles andere. Deinen Blick zu spüren, wie er sich langsam aber sicher daran labt, wie der Körper bebt. Ich wagte es nicht, Dir ins Gesicht zu sehen. Ich sah es in meinen Träumen oft genug. Und es waren wilde Träume.

Ich werde es auch nicht mehr loswerden.

Wegen Dir kann ich nicht sagen, was ich fühle.

Wegen Dir kann ich nicht fühlen, was ich sage.

 

Ich nenne Dich am Schluss, weil Du der finale Akt bist. Der, der mir noch fehlt, um mit allen Menschen abzuschließen, die mir immer wieder den Mut genommen haben. Aber ich weiß, dass ich heute Nacht weiter machen werde. Egal, was Du unternimmst. Ich hab' noch immer Todesangst vor Dir, aber ich erniedrige mich nicht mehr. Nie wieder. Du hast keine Macht mehr über mich. Dein Zauber ist verflogen. Und es war auch noch fauler Zauber. Nichts wert.

Ich danke Dir, denn durch Dich habe ich gelernt, mit Härte gegen mich selbst, mit Härte gegen andere das zu erreichen, was ich will. Mit Kälte meine Ziele zu erreichen. Vielen Dank, ich schaffe es mit Ellbogen ganz nach oben. Und letztendlich ist es doch Dein Verdienst.

Aber Du hast keine Macht mehr. Ich bin stark geworden. Und hart. Auch gegen meine Angst vor Dir.

11.2.07 01:36


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